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Mittwoch, 12. Oktober 2016

Im Käfig der Freiheit - Neuerwerbungen im Kunstmuseum Wolfsburg

Von Elke Linda Buchholz - Einfach nervtötend, dieser Alarmton. Kaum betritt man den Ausstellungsraum, schrillt er los. Die Besucher müssen sich den Bondage-Aktfotos von Nobyoshi Araki bis auf Tuchfühlung nähern, erst dann verstummt das ohrenbetäubende Piepen. Jeppe Heins Soundinstallation verkehrt das übliche Museumsalarmsystem, das die Besucher auf Abstand hält, ins Gegenteil. Aber will man den kunstreich zum Paket verschnürten weiblichen Aktmodellen Arakis wirklich so nahe treten? Jeder muss hier selbst ausloten, wo die Schmerzgrenze des Erträglichen erreicht ist, nicht nur akustisch. Der Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, Ralf Beil, hat die beiden künstlerischen Arbeiten kurzerhand nach eigenem Gutdünken kombiniert und so einen sehr speziellen Erfahrungsraum geschaffen. Auch die regulierten Bedingungen, unter denen man Kunst im Museum sieht, legt er damit offen. „Im Käfig der Freiheit“ nennt Beil seinen thematischen Streifzug durch die eigenen Bestände. Weiterlesen im Tagesspiegel

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